Smarter Production: Tipps für die Umsetzung

19.07.2021 by Ümit Günes
Mann mit Tablet in der Hand steht in einer Produktionshalle.

Die interne Digitalisierung gilt für Industrieunternehmen als wichtiger Werttreiber. Zunächst müssen sie jedoch alle wertschöpfenden Prozesse vernetzen. Das Trendbook Smarter Production gibt Praxistipps, wie das gelingen kann.

Am Stadtrand von Hangzhou steht so etwas wie die Produktionsanlage der Zukunft. In der chinesischen Metropole hat sich der Techkonzern Alibaba niedergelassen und will sich mit seiner „Xunxi Digital Factory“ Produktionsprozesse noch mehr an Kundenbedürfnissen ausrichten. Alibaba, längst mehr als nur Onlinehändler, will mitgestalten und mit der smarten Fabrik 75 Prozent Zeitersparnis erreichen. Nähmaschinen lassen sich hier etwa per Smartphone steuern, der Wasserverbrauch mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) optimieren. Schneller soll produziert werden, nachhaltiger – und freilich auch profitabler.

Die Veränderung der Kundenerwartungen stellt produzierende Unternehmen vor Herausforderungen: Wie lassen sich wertschöpfungskritische Prozesse beschleunigen? Wie Verschwendung vermeiden und zugleich Qualität steigern? Und wie können Unternehmen am kostengünstigsten produzieren? Antworten auf diese Fragen liefert das neue Trendbook Smarter Production, das den Fokus auf die interne Digitalisierung als Erfolgsfaktor für Produktionsunternehmen legt.

Schrittweise Transformation zur intelligenten Fertigung

Den Wandel zum produzierenden Serviceanbieter können Unternehmen nicht von heute auf morgen vollziehen, sondern nur schrittweise. Unverzichtbar für die digitale Transformation zur intelligenten Fertigung: eine Strategie. Empfehlenswert dabei ist laut den Autoren ein dualer Ansatz: „Erst das ‚Big Picture‘ für die nächsten fünf bis sieben Jahre entwickeln, dann mit ersten Prozessoptimierungen starten und so die Basis für datengetriebene Geschäftsmodelle legen.“

Ein Zielbild für die vernetzte Wertschöpfung ließe sich zum Beispiel wie folgt entwickeln:

  • Inspiration durch erfolgreiche Projekte und Vernetzung mit Experten
  • Entwicklung einer Roadmap
  • Breite Rückendeckung unter Einbeziehung des Managements
  • Transformationsprozess mit dem Mensch im Mittelpunkt
  • Schaffung einer hohen Akzeptanz unter den Beschäftigten

Daten auswerten, Kundenzufriedenheit erhöhen

Die interne Wertschöpfung lässt sich mithilfe von Daten optimieren. „Industrieunternehmen müssen auf jeden Fall in der Lage sein, datengetriebene Geschäftsmodelle zu entwickeln“, sagt Enno Borchers, Industry Partner Automotive & Manufacturing im Interview im Trendbook Smarter Production. Betriebe müssten kundenzentriert denken und sich fragen, was der Kunde in der Zukunft will und wie sie sich ausrichten müssen, um Kunden möglichst großen Nutzen zu bieten. „Dazu gehört auf jeden Fall auch die Antizipation von digitalen Bedürfnissen“, sagt Borchers.

Fertigungsbetriebe können Daten aus allen Wertschöpfungsprozessen sammeln, um eine durchgehende Transparenz zu schaffen:

  • Verknüpfung der Operational Technology (OT) mit der IT
  • Bessere Sichtbarkeit mithilfe von Apps und Dashboards
  • Mehr Transparenz durch Tracking und Tracing in der Produktion
  • Umfassenderes Know-how durch Fortbildung der Beschäftigten und Vernetzung mit Unternehmen
  • Datengetriebene Entscheidungen mithilfe eines digitalen Zwillings (Digital Twin)

Studie: Industrie nutzt Datenanalysen bereits häufig

Die Benchmark-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021“ von techconsult und der Deutschen Telekom zeigt, dass Industrieunternehmen in puncto Datenanalysen recht weit sind. Demnach nutzen bereits 78 Prozent der Betriebe Data Analytics, um Prozesse zu überwachen, zu optimieren oder neue Produkte zu entwickeln. Jedes fünfte mittelständische Unternehmen verknüpft die Analysen darüber hinaus mit Künstlicher Intelligenz (KI). So lässt sich etwa die Lagerverwaltung besser planen oder die Entwicklung von Kunden- und Marktsegmenten besser abschätzen.

In den vergangenen Monaten hat sich zudem gezeigt, dass Industrieunternehmen mit einem sehr hohen Digitalisierungsgrad die Coronakrise gut bewältigen konnten, da sie ihr Geschäftsmodell oder ihre Prozesse schon vorher umfassend digitalisiert hatten. Dies bestätigen 81 Prozent der Unternehmen. Und die Aussichten für die Zukunft haben solche Betriebe bereits gut vorgesorgt: Laut Studie können die sogenannten Digital Leader ihren Absatz, Umsatz und die Produkt- und Servicequalität mithilfe von digitalen Lösungen auch nach der Coronapandemie weiter steigern. Der industrielle Mittelstand wird demnach die digitale Transformation weiter vorantreiben und seine Geschäftsmodelle noch stärker als bisher auf digitale Dienste und Services ausrichten.

Ausführliche Praxistipps, aktuelle Trends beim Thema Digitalisierung in der Industrieproduktion und Best-Practice-Beispiele in drei Handlungsfeldern erhalten Sie im Trendbook Smarter Production, das Sie hier herunterladen können.


 

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Ümit Günes
Ümit Günes

Marketing Manager IoT

Seit 2015 arbeitet Ümit für die T-Systems und kennt sich in vielen Facetten des Internet der Dinge bestens aus. Er begeistert sich vor allem für Themen rund um die Digitalisierung der Geschäftswelt. Für den Blog berichtet er über neue Entwicklungen und Trends in der IoT-Welt, die für den Kunden einen echten Mehrwert bieten.