Gastronomie digital: Mit IoT zur smarten Profiküche

05.08.2020 by Ümit Günes
Vernetzte Gastronomie-Küche mit Profikochgeräten

Kochbücher aus der Cloud, Garprogramm auf Knopfdruck und automatisierte HACCP-Kontrolle: Vernetzte Küchengeräte und das Internet of Things (IoT) unterstützen Profiköche beim täglichen Spagat zwischen Qualität und Effizienz.

Mittagszeit in der Reha-Klinik. Zahlreiche Patienten warten mit hungrigem Magen auf den Essensservice. Jetzt geht es rund in der Großküche: Zig Portionen Lasagne oder die Gemüsevariante kommen auf den Teller – innerhalb kürzester Zeit und in gleichbleibender Qualität. Mit Töpfen und Pfannen allein wäre das kaum zu schaffen. Deswegen setzt der Küchenchef auf Profikochgeräte wie den Kombidämpfer und den FlexiChef von MKN: Diese garen ganze Menüs zeitgleich und punktgenau.

Von Top-Hotel bis Systemgastronomie

Bei MKN kennt man die Herausforderungen der modernen Gastronomie genau. Schließlich rüstet der Anbieter aus dem niedersächsischen Wolfenbüttel Profiköche auf der ganzen Welt aus. Seine Kombidämpfer, klassischen Küchengeräte und modernen, technischen Multifunktionslösungen sind in Kantinen ebenso zu finden wie in der Hotellerie oder in Restaurants der Systemgastronomie. „Profiköche bewegen sich heute in einem Spannungsfeld aus hoher Erwartung, Zeitdruck, Fachkräftemangel und Anforderungen der Lebensmittelhygiene“, sagt Peter Helm, Prokurist und Leiter Innovationen und Digitalisierung bei MKN. „Deswegen braucht die Gastronomie zuverlässige Technik und effiziente Betriebsabläufe.“

MKN Maschinenfabrik Kurt Neubauer GmbH & Co. KG ist Hersteller thermischer Profikochtechnik. 1949 im niedersächsischen Wolfenbüttel gegründet, ist MKN heute auf der ganzen Welt präsent. Auf einer Fläche von 80.000 Quadratmetern produziert das Unternehmen Kochtechnik, die den gesamten thermischen Prozess abdeckt. MKN beschäftigt fast 600 Mitarbeiter weltweit.

Profikochtechnik meets IoT

Mit moderner Sensorik, Steuerung per Display und automatischen Reinigungssystemen bringen Geräte von MKN schon seit Jahren Hightech in die Profiküche. Seit 2019 geht das Unternehmen jedoch einen Schritt weiter und bindet seine Kombidämpfer an die Cloud der Dinge der Deutschen Telekom an. Über diese IoT-Plattform lassen sich Kochbücher und Garprogramme zentral auf die Kombidämpfer laden. So unterstützt die smarte Lösung beispielsweise die Mitarbeiter einer großen deutschen Einzelhandelskette: Drücken sie an der Snack-Theke den Startknopf des vernetzten Geräts, kommen Brötchen, Brezeln oder Croissants stets in gleichbleibender Profiqualität in die Tüte.

Über die Cloud der Dinge lassen sich zudem automatisch Nutzungsdaten speichern und analysieren. Die Kunden von MKN erhalten so wertvolle Informationen: Wie hoch ist der Strom- und Wasserverbrauch? Wann wurde das letzte Mal gereinigt? Hat der Kombidämpfer die erforderte Temperatur konstant gehalten? Dies erleichtert den Betreibern die vorausschauende Fernwartung (Predictive Maintenance) ebenso wie die Einhaltung des Hazard Analysis and Critical Control Points (HACCP)-Konzepts. „Abläufe im Bereich der Lebensmittelsicherheit sind aufgrund ihrer enormen Komplexität heute kaum noch analog abbildbar“, sagt Peter Helm. „Mit der automatisierten Speicherung von Daten in der Cloud sind unsere Kunden auf der sicheren Seite.“ 

Gastronomie-Küche mit MKN-Kombidämpfer mit Garprogramm


 

Alles aus einer Hand

Mit der IoT-Plattform bietet MKN Anwendern eine komplette Ende-zu-Ende-Lösung. Denn die Telekom stellt mit der Cloud der Dinge nicht nur die technologische Basis bereit, sondern sorgt auch dafür, dass sich Nutzer der smarten Kombidämpfer weder über die Hardware noch über die Konnektivität mittels LAN, WLAN oder Mobilfunk Gedanken machen müssen. Derzeit arbeiten MKN und T-Systems daran, den neuen FlexiChef – ein Multifunktionsgerät, das kocht, brät und frittiert– in die Cloud zu bringen. Als Teil von SMART Kitchen, einem Zusammenschluss von Unternehmen, die die Digitalisierung in der Profiküche vorantreiben wollen, will MKN in Zukunft auch MKN-Produkte wie Gasherd, Fritteuse und Warmhaltewanne vernetzen. Zudem steht MKN bereits mit anderen Herstellern in Kontakt, um Betrieben künftig eine einheitliche IoT-Plattform anzubieten. „Dann haben Küchenchefs und Verantwortliche in der Verwaltung stets all ihre Geräte im Blick – ganz gleich, ob sie in der Küche stehen oder nicht.“

Vorteile für den Kunden


  • Zentrale Steuerung:
    Garprogramme und Kochbücher lassen sich über die Cloud der Dinge auf jeden Kombidämpfer laden. Bidirektionalität ermöglicht zudem, Informationen von einem Küchengerät auf andere zu übertragen.
  • Qualität und Effizienz:
    Einheitliche Garvorgänge sorgen für optimale Ergebnisse – egal, wer die Küchengeräte bedient.
  • Optimale User Experience:
    Das bedienerfreundliche Dashboard der Lösung zeigt den Status aller eingebundenen Geräte.
  • Intelligente Auswertung in Echtzeit:
    Die Automatisierung von Nutzungsdaten erleichtert Predictive Maintenance sowie die Kontrolle der HACCP-Grundsätze.
  • Datensicherheit:
    Die Nutzungsdaten sind sicher in der Cloud der Dinge gespeichert.


 

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Ümit Günes
Ümit Günes

Marketing Manager IoT

Seit 2015 arbeitet Ümit für die T-Systems und kennt sich in vielen Facetten des Internet der Dinge bestens aus. Er begeistert sich vor allem für Themen rund um die Digitalisierung der Geschäftswelt. Für den Blog berichtet er über neue Entwicklungen und Trends in der IoT-Welt, die für den Kunden einen echten Mehrwert bieten.