Vernetzte Gastronomie für besseren Service

26.10.2021 by Annalena Rauen
Gruppe junger Menschen in einem Restaurant

Den Gästen jeden Wunsch von den Lippen ablesen? Das ist das erklärte Ziel vieler Gastronomen. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) unterstützt diese Ambition mit smarten Technologien.

Das neue Fass ist gerade angestochen, die Gäste stoßen mit klingenden Gläsern an, im ganzen Saal riecht es verlockend nach Braten und Sauerkraut: Hochbetrieb in einem traditionellen Brauhaus am Freitagabend. Zahlreiche Gäste lassen hier die Woche bei frisch gezapften Bier und regionaler Küche ausklingen. Für das Personal heißt das: Speisekarten verteilen, Bestellungen aufnehmen, Essen und Getränke vom Tresen an den richtigen Tisch bringen, den korrekten Betrag kassieren, kurze Wege wählen – auch in solchen Stoßzeiten muss jeder Handgriff sitzen und erfordert die volle Aufmerksamkeit der Angestellten. Doch eine Sache läuft hier bei genauerer Betrachtung anders: Statt den Handzeichen ungeduldig wartender Gäste zu folgen, wissen die Kellner offenbar schon vor der nächsten Bestellung, an welchen Tischen die nächste Runde ansteht.

Volle Gläser dank intelligentem Bierdeckel

Wünsche erfüllen, bevor der Gast überhaupt den Arm heben muss – das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) macht es möglich. Zum Beispiel mit dem smarten Bierdeckel der Hoffmann + Krippner GmbH. Das Unternehmen hat seine digitalen Untersetzer mit SIM-Karten der Telekom ausgestattet und erfasst über das Gewicht automatisch den Füllstand sowie die Art des Glases. Der Bierdeckel schickt diese Informationen per Mobilfunk in die Cloud, wo eine IoT-Plattform die Daten analysiert und übersichtlich aufbereitet. Hat ein Kunde ausgetrunken, erhält die Service-Kraft hinter der Theke automatisch eine Meldung und kann direkt mit dem nächsten Glas anrücken oder sich nach weiteren Wünschen erkundigen. Der Gastronomiebetreiber erfährt auf diese Weise wiederum, welche Getränke zu welcher Zeit besonders gefragt sind. Mit diesen Informationen kann er den Einkauf optimieren, Engpässe und Überschüsse vermeiden. Auf diese Weise profitieren auch Brauereien von den Daten der Kunden: Testprojekte haben gezeigt, dass sich ihr Umsatz mit der Technologie um 10 bis 15 Prozent steigern lässt.

Konsumdaten in Echtzeit verfolgen

Dass sich digital unterstützter Gastronomieservice auch auf eine ganz andere Art und Weise umsetzen lässt, zeigt derweil die Rastal GmbH & Co. KG. Der Glashersteller ermittelt die Informationen des Gastes nicht über den Bierdeckel, sondern über ein intelligentes Glas. Das ist mit einem Chip für Near Field Communication (NFC) ausgestattet und funkt Informationen wie die Art oder Menge der verkauften Getränke direkt an einen Lesechip hinter der Theke. Von dort gehen die Daten per Mobilfunk in die Cloud of Things der Telekom. Die IoT-Plattform analysiert die Informationen und liefert umfangreiche Echtzeit-Auswertungen der Konsumdaten. Auch hier erfahren die Gastwirte und Betreiber von Restaurants präzise, zu welcher Zeit welche Getränke besonders gefragt sind.

Das Geschäft nachhaltig optimieren

Neben Service und Logistik für Getränke lässt sich das Prinzip auch auf viele andere Bereiche in der Gastronomie-Branche übertragen: digitale Speisekarten, NFC-Chips im Besteck oder Geschirr, smarte Tischsets oder IoT-Sensoren im Mobiliar – die Zukunft der Gastronomie ist vernetzt. Mit den daraus resultierenden Daten können Gastronomen ihren Einkauf effizienter gestalten, Stoßzeiten antizipieren, die Personalplanung optimieren und ihren Gästen einen rundum gelungenen Service bieten. Voraussetzung: eine leistungsfähige IoT-Plattform. Mit der Cloud of Things der Telekom erhalten Gastronomen beispielsweise einen einfachen und sicheren Zugang zu ihren Daten, ohne aufwendige Installationen vornehmen zu müssen. Sie können alle relevanten Informationen über eine Web-App abrufen, auf Analyse-Tools zugreifen, Auswertungen betrachten und eigene Dashboards konfigurieren. Das eröffnet Gastronomiebetreibern zahlreiche Möglichkeiten, um wichtige Erkenntnisse über ihre Gäste zu gewinnen und ihr Geschäft nachhaltig zu optimieren.


 

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Telefonierende Frau mit Headset
Annalena Rauen
Annalena Rauen

Marketing Managerin IoT

2016 hat Anna erstmalig IoT-Themen bei der Deutschen Telekom begleitet. Seitdem betreut sie Kunden Use Cases unterschiedlichster Branchen – immer fokussiert auf den Nutzen, den das Internet of Things generieren kann. Im IoT-Blog beschreibt sie echte Anwendungsfälle und welchen Mehrwert diese Innovationen für die Marktakteure, deren Geschäftsmodelle oder gar ganze Branchen bieten.