Taxiruf: Wenn der Fahrgast einmal klingelt

02.10.2019 by Ümit Günes
Bildkomposition mit Taxiklingel im Vordergrund und einem Taxi im Hintergrund

Ein Taxi per Telefon oder App bestellen? Leichter geht‘s in Hotels oder in der Gastronomie mit der Taxiklingel: Ein Knopfdruck genügt und der Fahrer kommt. Das spart Fahrgästen, Servicekräften und Taxizentralen viel Zeit.

Die Hotelrechnung ist bezahlt, das Gepäck steht bereit. Nun fehlt nur noch das Taxi zum Flughafen. Doch leider hat sich an der Rezeption eine kleine Warteschlange gebildet. Natürlich gibt es diverse Taxi-Apps, über die Kunden per Internet selbst einen Wagen bestellen können. Doch es geht noch einfacher: die Taxiklingel am Tresen der Rezeption drücken – und schon macht sich ein Fahrer auf den Weg zum Hotel. Basis für diese Lösung ist das Internet der Dinge (Internet of Things / IoT).

Klingeln statt anrufen

Vor allem für Dienstleister mit viel Kundenverkehr bringt die neue Technik Vorteile. Gastronomie, Hotels, Krankenhäuser oder Firmenempfänge zum Beispiel müssen tagtäglich unzählige Taxis bestellen – für ihre Kunden, Klienten oder Besucher. Wenn dafür Telefonanrufe oder das Bedienen von Internet-Apps wegfallen, weil ein bloßer Knopfdruck genügt, spart dies viel Zeit. Sowohl bei den Mitarbeitern dieser Unternehmen als auch bei Fahrgästen und Taxibetrieben.

Durch den digitalen Taxiruf der Deutschen Telekom und des Taxivermittlers best.ways entfallen vor allem die Suche nach lokalen Taxirufnummern, das Ausharren in Warteschleifen oder umständliche Wegbeschreibungen für die Fahrer. Ist eine Taxiklingel mit IoT-Technologie zum Beispiel am Tresen einer Bar, eines Restaurants oder eines Hotels angebracht, genügt ein Knopfdruck. Die Bestellung findet sodann automatisch ihren Weg über das NarrowBand-IoT-Netz der Telekom in deren IoT-Plattform Cloud der Dinge. Denn die digitalen Rufknöpfe sind mit einer SIM-Karte ausgestattet. Damit ist die smarte Lösung unabhängig von der Internet-Verbindung der Unternehmen, etwa vom Firmen-WLAN. Weiterer Vorteil der Technologie: Dank NarrowBand IoT (NB-IoT) funkt der intelligente Button auch zuverlässig aus dem Keller oder durch dicke Wände. Hinzu kommt: Über den Knopf lässt sich das Taxi nicht nur bestellen. Er bestätigt auch, sobald ein Fahrer den Auftrag angenommen hat und auf dem Weg zum Kunden ist.

Automatische Taxivermittlung

In der Cloud der Dinge der Telekom nimmt nun ein authentifizierter Verwaltungs-Server den jeweiligen Datensatz automatisch entgegen und gleicht diesen mit einer Datenbank ab. Ein Vermittlungssystem übergibt den Auftrag schließlich mit allen relevanten Daten an einen Taxifahrer in der Nähe. So kann er sich umgehend auf den Weg machen.

Nicht nur den Fahrgästen spart die digitale Technik Zeit. „Die Taxiklingel als IoT-Anwendung entlastet auch unsere Zentrale spürbar“, sagt Ralph Brück, Geschäftsführer bei der best.ways GmbH. Die Mitarbeiter im Call Center von best.ways müssen die digital erzeugten Aufträge nicht mehr selbst annehmen, da diese automatisiert beim jeweiligen Taxi landen. „So können unsere Mitarbeiter die Anrufe anderer Kunden schneller bedienen“, sagt Brück.

Verwaltung per Smartphone-App

Die Verwaltung der Taxiklingel durch das jeweils nutzende Unternehmen ist auf einfache und schnelle Bedienung ausgelegt. So lassen sich die vernetzten Geräte mithilfe einer Smartphone-App übers Internet verwalten, zuordnen und konfigurieren. Mit ihr haben die Anwender alle IoT-Geräte im Blick und können den einzelnen Taxiklingeln bestimmte Orte oder Unternehmen zuweisen sowie Klingeln aktivieren und wieder ausschalten. Statistiken zu den einzelnen Rufknöpfen wie etwa Klickzahlen gehören ebenfalls zum Service und lassen sich in andere Anwendungen exportieren.

Die Taxiklingel ist eine Variante des IoT Service Buttons der Telekom. Die Plug&Play-Lösung lässt sich in vielen Anwendungsfällen einsetzen: BMW zum Beispiel nutzt den Knopf in der Intralogistik im Werk Leipzig (Video) um Bestellprozesse zu beschleunigen und zu automatisieren.


 

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Telefonierende Frau mit Headset
Ümit Günes
Ümit Günes

Marketing Manager IoT

Seit 2015 arbeitet Ümit für die T-Systems und kennt sich in vielen Facetten des Internet der Dinge bestens aus. Er begeistert sich vor allem für Themen rund um die Digitalisierung der Geschäftswelt. Für den Blog berichtet er über neue Entwicklungen und Trends in der IoT-Welt, die für den Kunden einen echten Mehrwert bieten.