Digitale Arbeitsplätze entlasten Industrieangestellte

25.05.2021 by Ümit Günes
Produktionsmitarbeiter in seinem digitalisierten Arbeitsplatz.

Mit Technologien wie IoT (Internet of Things), 5G oder Künstlicher Intelligenz schaffen Industrieunternehmen bessere Arbeitsbedingungen für ihre Angestellten – im Lager, Außendienst und in der Produktion.

Kurzarbeit, gestörte Lieferketten, verringerte Produktionskapazitäten: COVID-19 hat die fertigende Industrie schwer getroffen. Während viele Unternehmen ihre Mitarbeiter in Teilen oder komplett von zuhause aus weiterarbeiten lassen und ihr Geschäftsmodell aufrechterhalten konnten, mussten Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe improvisieren. Lagerarbeiter*Innen, Servicetechniker*Innen oder Produktionsfachkräfte konnten und können ihren Arbeitsplatz schließlich nicht einfach in die eigenen vier Wände verlegen – sie müssen ihre Arbeit in der Regel vor Ort erledigen.

Wieso Industriebetriebe umdenken müssen

Was die Pandemie offengelegt hat – ganz unabhängig von der Frage des Arbeitsorts: Die Digitalisierung von Arbeitsplätzen hinkt in der produzierenden Industrie weiter hinterher. Während Arbeitgeber ihren Büroangestellten etwa immer selbstverständlicher Smartphones oder Laptops samt moderner Software zur Verfügung stellen, haben Menschen im Lager oder an der Maschine nur sehr eingeschränkt Zugriff auf solche Hilfsmittel – obwohl auch sie damit wesentlich produktiver arbeiten könnten. Statt mit Hilfe digitaler Tools und vernetzter Prozesse schneller und zuverlässiger arbeiten zu können, müssen sie viele Vorgänge in der Produktion manuell steuern, auf Papier dokumentieren und dafür ausnahmslos vor Ort präsent sein. Dabei böten Digitalisierung und Industrie 4.0 viele Möglichkeiten, die dauerhafte Belastung der Angestellten auch in der Fertigung mit digitalen Produktions- und Lagerlösungen zu reduzieren.

Die Zukunft der Industrie: Mehr Informationen dank IoT und künstlicher Intelligenz

Weil Produktionsbetriebe ihre Fertigung immer mehr vernetzen und automatisieren, können sie auch die dazugehörigen Arbeitsplätze leichter digitalisieren. IoT-Lösungen wie zum Beispiel digitale Zwillinge bilden die Schnittstelle zwischen der digitalen Fabrik und den Fachkräften. Sie erzeugen Daten, mit denen Produktions- oder Servicetechniker besser informiert sind und ihre Arbeitsschritte effizienter planen können – von der Steuerung der Anlage bis zur Wartung.

Smart Factory: Produktionsfachkräfte profitieren von Industrie 4.0

Mit Lösungen für vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) erfahren die Arbeiter beispielsweise schon vorab, wenn für eine Maschine ein Ersatzteilwechsel ansteht. Ein weiterer Vorteil: Sobald Betriebe ihre Prozesse auf diese Weise automatisieren und beispielsweise IoT- und KI-Lösungen Vorgänge automatisch prüfen, entfallen für die Mitarbeiter lästige Routineaufgaben wie monotone Qualitätskontrollen oder fixe Wartungsintervalle.

Augmented Reality erleichtert die Arbeit

Neue Technologien entlasten die Angestellten nicht nur physisch und psychisch, sondern stärken auch ihre Kompetenzen. Mit Augmented-Reality-Brillen (AR) nehmen Techniker anspruchsvolle Reparaturen mittels digitaler Hilfestellung (Remote Assistance) selbst in die Hand. Lagerarbeiter finden mit Pick-by-Vision-Lösungen auf AR-Basis wiederum den schnellsten Weg zum richtigen Regal. Virtual-Reality-Datenbrillen ermöglichen zudem praxisnahe Schulungen, die für deutlich bessere Lerneffekte bei den Angestellten sorgen.

In die Zukunft investieren und Perspektiven aufzeigen

Wenn Unternehmen die Digitalisierung rund um das Thema Industrie 4.0 nutzen, um bessere Arbeitsbedingungen in ihren Lägern und Werkshallen schaffen, erhöhen sie nicht nur die Effizienz, sondern festigen vor Allem die Mitarbeiterbindung. Ein wichtiger Aspekt, denn qualifizierte Fachkräfte sind rar. Um erfahrene Talente zu halten, sollten Betriebe in Zukunft aber nicht nur die Rahmenbedingungen attraktiver gestalten, sondern auch bessere Perspektiven bieten. Arbeitgeber müssen ihren Angestellten die Gelegenheit geben, gemeinsam mit der Entwicklung der Digitalisierung zu wachsen. Zeitgemäße Weiterbildungen erhöhen die digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter und drücken Wertschätzung aus. Das ist wichtig, denn selbst die modernsten Industrie 4.0-Technologien funktionieren nur im Zusammenspiel mit dem Menschen.

Erfahren Sie in unserem neuen E-Book „Der Mensch im produzierenden Gewerbe“ mehr über die Digitalisierung von Industriearbeitsplätzen und lernen Sie, wie Unternehmen mit digitalen Produktions- und Lagerlösungen für mehr Mitarbeiterzufriedenheit sorgen und ihren Erfolg langfristig steigern.

Aus der Praxis: IoT-Lösung entlastet Servicetechniker

Die Hörmann KG mit Hauptsitz in Steinhagen produziert für seine Kunden moderne Industrietore mit einer individuell konfigurierbaren Steuerung. Die Steuermodule der Tore speichern unter anderem Log- und Diagnosedaten, geben Warnmeldungen aus oder stellen Informationen zur Verfügung. Um diese Daten auch aus der Ferne in Echtzeit verfolgen zu können, hat das Unternehmen ein Monitoring- und Service-Portal in Betrieb genommen. Dafür kommuniziert ein Smart Modul, das mit der Cloud of Things der Deutschen Telekom AG verbunden ist, mit der jeweiligen Torsteuerung beim Kunden. Bei Störungen müssen die Servicetechniker von Hörmann dadurch deutlich seltener ausrücken und können viele Arbeiten per Fernzugriff erledigen.


 

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Ümit Günes
Ümit Günes

Marketing Manager IoT

Seit 2015 arbeitet Ümit für die T-Systems und kennt sich in vielen Facetten des Internet der Dinge bestens aus. Er begeistert sich vor allem für Themen rund um die Digitalisierung der Geschäftswelt. Für den Blog berichtet er über neue Entwicklungen und Trends in der IoT-Welt, die für den Kunden einen echten Mehrwert bieten.