Präzision für die Mobilität der Zukunft

26.08.2020 by Ümit Günes

Zwei Personen demonstrieren die Funktionsweise von Connected Mobility auf einem Tablet.


Der autonome Verkehr der Zukunft benötigt eine zuverlässig vernetzte Infrastruktur. Und damit selbstfahrende Autos in der Spur bleiben, hilft präzise Positionsbestimmung aus dem All.

Erst verschärfte CO₂-Grenzwerte von der EU, dann der Dieselskandal und nun die Corona-Krise: Die Automobilindustrie kämpft aktuell mit vielen Herausforderungen. Doch wie ist der Entwicklungsstand beim autonomen Fahren? Laut Verband der Automobilindustrie (VDA) werden autonome Autos erst in Zukunft eine höhere Marktdurchdringung haben. Doch der Verband betont im Handelsblatt, dass Investitionen ins autonome Fahren wichtig für die deutsche Automobilindustrie sind, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig im internationalen Markt zu sein.

Cloud-Lösung für mehr Sicherheit

Damit automatisierte Mobilität auch flächendeckend funktioniert, genügt es nicht, wenn einzelne Autos eigenständig fahren können. Das gesamte Mobilitätsystem muss vernetzt sein. Im Dezember 2019 hat die Regierungskommission Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) in einem Positionspapier Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie automatisiertes Fahren erfolgreich umgesetzt werden kann. Das Ziel: Ein multi- und intermodales Mobilitätssystem. So soll das Verkehrsangebot diverser und der Zugriff verbessert werden, indem verschiedene Verkehrsmittel zu unterschiedlichen Zeiten flexibel nutzbar sind. Autonome Mobilität ist hier ein wichtiger Baustein.

Die Grundlage für autonome Mobilität ist Sicherheit im Verkehr. Dabei ist präzise Positionsbestimmung eine wichtige Lösung, damit selbstfahrende Autos die Sicherheit ihrer Passagiere gewährleisten können. GNSS Sattelitennavigation eignet sich hier nicht als Technologie, denn typische GPS-Systeme erreichen mit ihrer Navigation eine Genauigkeit von drei bis fünf Metern – zu ungenau für autonome Mobilität. Die IoT-Lösung Precise Positioning der Telekom und Swift Navigation aus dem Silicon Valley ermöglicht durch eine Kombination aus Satellitensignalen und Korrekturdaten aus der Cloud eine Genauigkeit von bis zu zehn Zentimetern, auch bei schlechten Sichtverhältnissen. Der Vorteil: Dank Cloudanbindung ist die Anwendung skalierbar für eine unbegrenzte Zahl von autonomen Fahrzeugen und Maschinen. Precise Positioning nutzt das globale Navigationssatellitensystem GNSS sowie eine stabile Mobilfunkverbindung, um die Korrekturdaten aus der Cloud in Echtzeit zu streamen. In den Vereinigten Staaten und Deutschland haben Kunden bereits Zugriff auf die Cloud-Lösung, aktuell wird daran gearbeitet, die Anwendung in ganz Europa auszurollen.

Stabiler Mobilfunk als Grundlage für autonomes Fahren

Stabil verfügbarer Mobilfunk ist die Grundlage für den vernetzten Verkehr. Daher fordert der VDA einen flächendeckenden Ausbau einer dynamischen Mobilfunkversorgung inklusive der Versorgung aller Hauptverkehrswege sowie urbanen Gebiete mit 5G bis 2025. Das ist auch das Ziel der Telekom. Bis Ende 2020 soll der Netzausbau so weit fortgeschritten sein, dass ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland mit 5G versorgt ist. 50 Prozent der Bevölkerung profitieren bereits seit Mitte Juli 2020 von 5G – ein weiterer Baustein für die vernetzte Mobilität.

Diese verspricht in Zukunft viele Vorteile: Kommunizieren autonome Autos via 5G miteinander, können sie sich in Echtzeit gegenseitig vor Stau, Unwetter oder Unfällen warnen und rechtzeitig alternative Routen einplanen. So kommen die Passagiere sicherer und schneller ans Ziel. Der ADAC prognostiziert, dass automatisierte Mobilität dazu beitragen kann, die Unfallzahlen zu verringern. Denn 90 Prozent aller Unfälle sind aktuell auf menschliches Versagen zurückzuführen. Dank Lösungen wie Precise Positioning werden autonome Fahrzeuge ihre Passagiere in Zukunft auch in dichtem Verkehr und bei schlechtem Wetter sicher ans Ziel bringen.

Connected Mobility – Sicherheit für den Verkehr der Zukunft

Mobilität der Zukunft bedeutet intelligent vernetztes und autonomes Fahren auf Grundlage digitalisierter Verkehrssysteme. Der Zeitpunkt, bis Fahrzeuge und Mobilitätsdienste verbunden sind und autonom funktionieren, liegt zwar noch in weiter Zukunft. Doch die Nachfrage nach Software und IT-Services im Bereich Connected Car steigt. Denn damit Fahrzeuge vernetzt und autonom unterwegs sind und miteinander kommunizieren, müssen die technologische Basis und der Zugriff stabil und sicher sein. Die Deutsche Telekom und T-Systems stellen ihren Kunden bereits heute Cloud-Lösungen, Software, Security sowie zuverlässige Konnektivität für das autonome Fahren bereit.


 

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Ümit Günes
Ümit Günes

IoT Marketing Manager

Seit 2008 ist Ümit bei der Telekom tätig und verfügt über umfassendes Wissen in vielen Bereichen des Internet of Things. Sein besonderes Interesse gilt der Digitalisierung des Geschäftskunden. In diesem Blog teilt er aktuelle Entwicklungen und Trends aus der IoT-Welt, die für Kunden echten Mehrwert bieten.