IoT-Projekte virtuell planen und testen

13.03.2019 by Daniel Kunz
Abstrakte Linien und Punkte vernetzen Symbole vor dem Hintergrund einer Brücke

IoT-Projekte erfordern oft hohe Anfangsinvestitionen. Mit dem IoT Solution Optimizer sparen Unternehmen Zeit und Kosten beim Planen ihrer IoT-Lösungen.

Zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur werden Brücken mit intelligenten Sensoren ausgestattet: Bestandsbauten werden nachgerüstet, bei Neubauten werden Technikkomponenten direkt im Beton eingegossen, um Verschleiß und Materialermüdung zu überwachen. Das Ziel dieser Pilotprojekte auf der A3 bei Köln oder der A9 bei Nürnberg: Schäden erkennen, noch bevor sie sichtbar werden. So lässt sich verhindern, dass die Brücke unbenutzbar wird oder gar einstürzt. Die vernetzten Bauteile sollen ab Fertigstellung über das Internet of Things (IoT) miteinander kommunizieren.

Viele Unternehmen wollen in IoT-Lösungen wie diese investieren – etwa um Prozesse zu optimieren, Kosten zu senken oder smarte Produkte für ihre Kunden auf den Markt zu bringen. Die Herausforderung: Insbesondere bei festverbauten Lösungen ist es besonders wichtig, dass sie über Jahre hinweg effizient und zuverlässig laufen.

IoT Solution Optimizer: Digitales Testumfeld für IoT-Lösungen

Vielen fehlt es jedoch an Know-how, Erfahrungswerten oder Vergleichsmöglichkeiten. Darum hat die Telekom den neuen IoT Solution Optimizer entwickelt: Mit dem neuen Online-Service können Unternehmen geplante IoT-Lösungen digital auf Herz und Nieren prüfen, noch bevor sie reale Tests aufsetzen oder die Kosten budgetieren. Weil die Parameter des eigenen IoT-Projekts in einer virtuellen Umgebung getestet werden, spricht man von einem digitalen Zwilling. Die Lösung beantwortet Fragen wie: Sind Hardware und Übertragungstechnik für einen bestimmten Anwendungsfall geeignet, oder funktionieren andere Komponenten vielleicht effizienter und günstiger? Welche Sensoren werden benötigt, um Eingangsgrößen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Dehnung oder Schwingung zu messen? Welche Batterien sind leistungsstark genug bei kalten Außentemperaturen im Winter oder für Installationen in Innenräumen? Wie lassen sich die gesammelten Daten bestmöglich in die Cloud übertragen? Funktioniert meine Lösung auch im Ausland? Und wie wird eine möglichst lange Lebensdauer der Sensoren erreicht?

In wenigen Minuten zeigt der IoT Solution Optimizer somit, ob ein IoT-Projekt wie geplant funktionieren kann, wie effizient es ist und an welchen Stellen sich noch Optimierungspotential verbirgt. Auf diese Weise erhalten Unternehmen eine Entscheidungsgrundlage, mit der sie ihre Planung optimieren können – noch bevor sie in die Umsetzung investieren.

Konfigurator für IoT-Projekte

Basierend auf langjähriger Erfahrung im Hardware- und Applikations-Testing hat Deutsche Telekom ein proprietäres Berechnungsmodell entwickelt, welches eine tiefgehende, detaillierte Leistungsanalyse ermöglicht. Noch bevor Unternehmen eigene Pilotprojekte für ihre Idee aufsetzen, können Sie auf Basis dieses Berechnungsmodells potentielle Anwendungen realitätsnah simulieren. Dabei führt der cloudbasierte Service Schritt für Schritt durch das digitale Testfeld, indem er Nutzern Fragen stellt wie:

  • In welchem Land soll das Produkt eingeführt werden?
  • Über welche Protokolle erfolgt die Vernetzung der Daten?
  • Welche Hardwarekomponenten sollen zum Einsatz kommen?
  • Wie relevant ist die Batterielaufzeit?
  • Welche Produkteigenschaften stehen im Vordergrund?

So können Unternehmen ein eigenes Design aufsetzen und in den einzelnen Teilschritten bedarfsgerechte Komponenten bestimmen. Oder sie greifen auf Lösungen aus dem integrierten IoT-Produktregal der Telekom-Partner zurück, die ihnen angeboten werden und als Entscheidungshilfe dienen. Das Ergebnis gibt es auf Knopfdruck in Sekundenschnelle.

Optimiertes IoT-Projekt: Sensoren in der Autobahnbrücke

Im Falle der Brückenbauer könnte das so aussehen: Weil sie keine hohe Datenraten bei den Messungen benötigen, dafür aber eine zuverlässige Übertragung in die Cloud, eignet sich NarrowBand IoT als Funktechnik. In Deutschland und Österreich soll die Lösung eingesetzt werden. Sie benötigen Sensoren, die Temperatur, Feuchtigkeit, Dehnung und Schwingung messen und durch den Druck im Beton nicht beschädigt werden. Außerdem müssen sie ohne externe Stromversorgung über Jahre funktionieren. Darum wählen die Brückenbauer passende Komponenten aus dem IoT-Angebot der Telekom. Die Performance Analyse zeigt ein für die Brückenbauer ideales Ergebnis, einzig die gewählte Batterie könnte ausgetauscht und ein optimaleres Protokoll gewählt werden. Damit ließen sich die Batterielaufzeit der vernetzten Geräte verdoppeln und die Produktkosten insgesamt senken. Das optimierte Messmodul geben die Brückenbauer nun bei einer Spezialfirma in Auftrag, die nun – deutlich früher als geplant – mit der Fertigung beginnen können. So profitieren die Brückenbauer von der eingesparten Zeit, weil im weiteren Planungs- und Fertigungsprozess keine außerplanmäßigen Verzögerungen auftreten und die Projektpartner von den deutlich geringeren Gesamtkosten.


 

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Daniel Kunz
Daniel Kunz

Expert Digital Marketing

Digitalisierung und das Internet of Things gehören zu den Lieblingsthemen von Daniel Kunz. Er ist seit 2017 bei der Deutschen Telekom und schreibt regelmäßig über Technologie-Trends und viele spannende Themen vor allem für den Handel und die Logistik-Branche.