Zum Seiteninhalt
T IoT

Future Machine Labs: Full-Service-Reinigung auf Autopilot

Future Machine Labs vermietet autonome Reinigungsmaschinen und übernimmt den kompletten Service. Die Vernetzung über Mobilfunk der Telekom ermöglicht präventive Wartung und bedarfsgerechte Reinigung. 

Autonomer Reinigungsroboter in einem Supermarkt

In Kürze

  • Future Machine Labs bietet autonome Reinigungsmaschinen als Mietmodell mit Full Service – von der Inbetriebnahme bis zur wöchentlichen Wartung.
  • Über IoT-SIMs der Telekom werden Betriebsdaten wie Wasserdurchfluss, Filterzustand und Akkuladestand übertragen. So kann der Service präventiv reagieren, bevor Maschinen ausfallen.
  • Die Vernetzung ermöglicht bedarfsgerechte Reinigung: Anhand der Daten lässt sich erkennen, wo tatsächlich Verschmutzung entsteht.

Digitale Lösung für eine analoge Branche: Reinigung neu gedacht

Die Gebäudereinigung ist laut Bundesinnungsverband das beschäftigungsstärkste Handwerk in Deutschland. Etwa 700.000 Menschen arbeiten in dem Wirtschaftszweig. Dennoch kämpft auch diese Branche wie die meisten Handwerksberufe mit großem Fachkräftemangel. Autonome Reinigungsmaschinen könnten zumindest die monotonsten Aufgaben übernehmen und so die Mitarbeitenden entlasten – doch viele Firmen scheuen hohe Investitionskosten, komplexe Inbetriebnahme und den Wartungsaufwand für die Roboter. Abhilfe schaffen will das Berliner Start-up Future Machine Labs (FM-Labs) mit seinem Geschäftsmodell „Machine-as-a-Service“. 

„Die beste Maschine hilft nichts, wenn sie nur in der Ecke steht, weil niemand sie wartet oder bei Störungen schnell reagieren kann“, sagt FM-Labs-Gründer Nick Nidens. Das junge Unternehmen bietet deshalb autonome Reinigungsmaschinen mit kompletter Betreuung, präventiver Wartung und dem Serviceversprechen maximaler Verfügbarkeit an. 

Von der Idee zum Servicemodell

Nidens hatte zuvor bereits Erfahrungen mit Geräte-Leasing und Remote-Wartung gemacht und dieses Konzept mit der Gründung von Future Machine Labs Anfang 2024 auf die Reinigungsbranche übertragen. FM-Labs kauft autonom fahrende Reinigungsmaschinen herstellerunabhängig ein und vermietet sie an Hotels, Einzelhandelsketten und Logistikunternehmen. In einem Rundum-sorglos-Paket übernimmt die Firma die komplette Inbetriebnahme der Roboter: Flächen kartieren, Reinigungsrouten programmieren, Dockingstationen für Frischwasser und Strom installieren.  

Ein 80-köpfiges Serviceteam an zehn strategisch gewählten Standorten in ganz Deutschland garantiert Reaktionszeiten von maximal zwei Stunden. Die Techniker reinigen die Maschinen wöchentlich, tauschen Verschleißteile aus und stellen sicher, dass die Geräte stets einsatzbereit sind. Kunden mieten so die Lizenz für eine jederzeit funktionierende Maschine – ohne Investitionsrisiko und ohne eigenen Wartungsaufwand. 

Ähnlicher Use Case oder noch Fragen?

Einfach das Kontaktformular ausfüllen – wir melden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen.

Vernetzung als Service-Enabler

Ein wichtiges Element in diesem Geschäftsmodell ist die Anbindung der Roboter ans Internet. In jede Maschine setzt Future Machine Labs eine IoT-SIM der Deutschen Telekom ein. Über das Mobilfunknetz überträgt ein integriertes Funkmodul kontinuierlich Betriebsdaten wie Wasserdurchfluss, Filterzustand, Akkuladestand, Reinigungsmittelverbrauch sowie gereinigte Fläche. Diese Werte sind auf einem Dashboard einsehbar, das dem FM-Labs-Serviceteam eine vorausschauende Wartung ermöglicht. Unterschreitet beispielsweise der Wasserdurchfluss wegen eines verstopften Filters einen Schwellenwert, plant das Team einen Serviceeinsatz, bevor die Maschine ausfällt. „Die Vernetzung über das Mobilfunknetz der Telekom ist unser Service-Enabler“, sagt Geschäftsführer Nidens. „Wir erhalten alle Informationen in Echtzeit und können präventiv handeln, statt auf Anrufe der Kunden zu warten.“ Das nationale Roaming der Telekom sorgt dafür, dass die Maschinen überall mit dem jeweils besten verfügbaren Netz verbunden sind. 

„Die Vernetzung über das Mobilfunknetz der Telekom ist unser Service-Enabler.“

Nick Nidens, Gründer und Geschäftsführer Future Machine Labs

Bedarfsgerechte Reinigung statt Routinefahrten

Die Vernetzung ermöglicht auch ein bedarfsgerechtes Reinigen. Anhand der Messwerte lässt sich erkennen, wo tatsächlich Verschmutzung entsteht und wo Reinigung überflüssig ist. Wenn eine Maschine beispielsweise in einem Baumarkt Flächen reinigt, die kaum verschmutzt sind, statt sich auf stark frequentierte Flächen zu konzentrieren, kann Future Machine Labs die Reinigungsrouten im Sinne der Kunden gezielt optimieren. Dies spart Betriebskosten und erhöht die Effizienz. „Sicherzustellen, dass die Flächen sauber sind, ist betriebsrelevant – Dreck ist weder im Hotel noch im Supermarkt eine Option“, sagt Nidens. Die Daten zeigen auch, wenn geplante und tatsächlich gereinigte Flächen nicht übereinstimmen, etwa weil ein Gang im Getränkelager verstellt war.  

Remote-Zugriff und Over-the-Air-Updates

Die Mobilfunkvernetzung macht zudem Remote-Zugriffe auf die Maschinen möglich. Techniker können Fehler aus der Ferne auslesen und beheben, ohne sofort vor Ort sein zu müssen. Over-the-Air-Updates spielen neue Features und Firmware auf die Maschinen auf. Dies reduziert Ausfallzeiten und gewährleistet, dass die Geräte stets auf dem neuesten Stand sind. Kunden erhalten transparente Nachweise über gereinigte Flächen und können Verbrauchswerte für Wasser, Strom und Reinigungsmittel für ihr Controlling nutzen. Autonome Reinigung kostet laut FM-Labs etwa die Hälfte herkömmlicher Reinigung durch Menschen. Wichtig dabei: „In einer Arbeitsmarktsituation, wo viele Stellen unbesetzt bleiben, ersetzen unsere Maschinen keine Reinigungskräfte, sondern übernehmen monotone Aufgaben wie das Teppichsaugen auf Hotelfluren“, sagt Nidens. „So können sich die Angestellten auf wertschöpfendere Tätigkeiten wie das Reinigen vertikaler Flächen oder komplexere Aufgaben konzentrieren.“ 

Vom Nachtbetrieb zum Tagbetrieb

„Anfangs wollen die meisten Kunden, dass die Maschinen nachts fahren, damit sie nicht stören“, sagt Nidens. „Doch die positiven Erfahrungen haben dazu geführt, dass die Geräte immer öfter auch tagsüber eingesetzt werden. Kinder zum Beispiel sind begeistert, wenn so ein kleiner Roboter durch den Supermarkt fährt.“ Alle Hersteller, mit denen Future Machine Labs arbeitet, sind zudem nach der europäischen Maschinenrichtlinie zertifiziert, sodass ihre Maschinen bedenkenlos im Umfeld von Menschen eingesetzt werden können. Die Geräte verfügen über dynamische Hinderniserkennung und Notausschalter. Ihre Fahrgeschwindigkeit ist immer langsamer als die durchschnittliche Schrittgeschwindigkeit von Menschen.  

Aktuell hat FM-Labs etwa 380 Maschinen bei 350 deutschen Kunden im Einsatz. Das Marktpotenzial ist erheblich und das Geschäftsmodell skalierbar. Der erste Hotelkunde hat bereits einen europaweiten Service etabliert – möglich auch dank des weltweit verfügbaren IoT-Netzes der Telekom. 

Servitization: Produkte einfach vernetzen

Zwei Personen im Büro analysieren IoT-Daten am Computer

Servitization: Produkte einfach vernetzen

Smarte, vernetzte Produkte geben Einblicke in Kundenbedürfnisse, ermöglichen innovative Services und erschließen neue Umsatzquellen. So können Sie nicht nur maßgeschneiderte Leistungen anbieten, sondern auch die Produktentwicklung und Vermarktungsstrategien auf präzisen Kundenbedürfnissen ausrichten.

Poträtfoto Kerstin Koch

Kerstin Koch

Marketing Managerin IoT

Seit 2016 ist Kerstin Teil der IoT-Reise bei der Deutschen Telekom. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Marketing- und Kulturprojekten begleitet – immer mit dem Ziel, IoT greifbar und relevant zu machen. Dabei bringt sie komplexe Themen in eine verständliche, nutzerorientierte Sprache und rückt vor allem echte Kundenerfolge in den Mittelpunkt. Im IoT-Blog stellt sie ausgewählte Use Cases und Referenzen vor und zeigt, wie Unternehmen mit IoT messbaren Mehrwert erzielen.

Neugierig? Jetzt mehr erfahren:

IoT Einzelhandel: Wie Smart Stores das Einkaufserlebnis revolutionieren

Der Einzelhandel steht vor einem digitalen Wandel. Die sogenannten Internet of Things (IoT) Technologien verwandeln traditionelle Geschäfte in intelligente, vernetzte Räume, die sowohl Händlern als auch Kunden neue Möglichkeiten eröffnen und zugleich neue Chancen bieten. Erfahren Sie mehr in diesem Artikel!

Zum Artikel

Intelligente Helfer: IoT-Lösungen für Fachkräfte

Sie überwachen monotone Prozessschritte, übernehmen die präventive Gerätewartung oder erhöhen als Warnsysteme die Arbeitssicherheit: IoT-Lösungen. Sind sie auch die Antwort auf den Fachkräftemangel?

Zum Artikel