Zum Seiteninhalt
T IoT

Hepro Care: Digitale Sicherheit in der Pflege

Das schwedische Health-Tech-Unternehmen Hepro Care (ehemals Zafe Care Systems) nutzt die Multi-Operator-IoT-Konnektivität der Deutschen Telekom, um Pflegealarme und Sensoren zuverlässig miteinander zu verbinden – netzwerk- und technologieübergreifend. 

Hepro AS/Photograph: Raymond Engmark

Pflegekraft steht neben einer älteren Person, die auf einem Stuhl sitzt.

In Kürze

  • Hepro Care verbindet Pflegepanels, GPS-Alarme und Sensoren über das globale IoT-Netzwerk der Deutschen Telekom für eine zuverlässige Kommunikation.
  • Die SIM-Karten der Telekom wählen automatisch das stärkste verfügbare Mobilfunknetz aus, wodurch die Abhängigkeit von einem einzelnen Netzbetreiber entfällt.
  • Die Konnektivität der Telekom unterstützt Hepro Care dabei, seine Lösungen europaweit über einen einzigen Anbieter bereitzustellen. 

Vom Notrufknopf zur Leitstelle

Europa müsse sich auf einen Anstieg des Pflegebedarfs einstellen, warnt die Brüsseler Denkfabrik Bruegel. Angesichts der alternden Bevölkerung auf dem gesamten Kontinent stellen Regierungen den Kommunen vermehrt Mittel zur Verfügung, um digitale Pflegelösungen einzuführen – von Notrufsystemen bis hin zu Sturzmeldern –, die es älteren Menschen ermöglichen, weiterhin sicher in ihrem eigenen Zuhause wohnen zu bleiben. Die Technologie hinter diesem Wandel basiert auf dem Internet of Things (IoT) und folgt einem einfachen Prinzip: Wenn ein Notfall eintritt, muss die Verbindung funktionieren.

Wenn beispielsweise eine zu Hause lebende ältere Person den Alarmknopf an ihrem Armband drückt, zählt jede Sekunde. Das Signal wird über Bluetooth an eine im Haus installierte Rufstation übertragen. Von dort aus nutzt das Gerät das Mobilfunknetz, um eine professionelle Notrufzentrale zu alarmieren und gleichzeitig eine SMS an ein Familienmitglied zu senden. Die Notrufzentrale kann über den im Panel integrierten Lautsprecher und das Mikrofon zurückrufen, um die Situation einzuschätzen. Sind eine Kamera oder ein Radarsensor installiert, kann die Zentrale zudem eine Live-Videoübertragung starten. 

Dies ist die tägliche Realität für Tausende von Haushalten in ganz Schweden – ermöglicht durch Hepro Care (ehemals Zafe Care Systems), eines der traditionsreichsten Health-Tech-Unternehmen des Landes. Seit 25 Jahren entwickelt Hepro Care IoT-basierte Pflegelösungen, die von Rufstationen und GPS-Alarmen bis hin zu Türschlosssystemen, Radarsensoren und Spendern für die Medikamentenausgabe reichen. 

Ein wachsender Markt mit steigenden Anforderungen

Der nordische Pflegemarkt verlagert sich von der stationären zur häuslichen Pflege. In Schweden wurde laut dem Forschungsinstitut NordForsk zwischen 2000 und 2015 jedes vierte Pflegeheim geschlossen – dennoch steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen weiter an. Die schwedische Regierung reagiert darauf mit der finanziellen Unterstützung von Kommunen bei der Einführung digitaler Pflegelösungen, damit mehr Menschen länger sicher in ihren eigenen vier Wänden bleiben können. Hepro Care bedient sowohl Einrichtungen für betreutes Wohnen als auch Kommunen, die private Haushalte mit vernetzten Pflegegeräten ausstatten – ein schnell wachsendes Segment in den nordischen Ländern.

Mit diesem Wachstum steigen auch die Erwartungen. Kommunen verlangen zunehmend redundante Konnektivität: Geräte müssen mehrere Kommunikationswege wie Mobilfunknetz, WLAN und Bluetooth unterstützen. „Zuverlässigkeit ist kein Luxus, wenn Menschenleben davon abhängen“, sagt Robin Hägglund, IT-Leiter bei Hepro Care. 

Frau in Pflegeuniform hält Smartphone und tippt mit Fingern

Wenn das Netzwerk zum Sicherheitsrisiko wird

Vor der Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom verließ sich Hepro Care auf einen einzelnen nationalen Mobilfunkbetreiber in Schweden. Die in ihre Geräte integrierten SIM-Karten verbanden sich ausschließlich mit dem Netz dieses Betreibers – selbst wenn konkurrierende Netze an einem bestimmten Standort eine bessere Abdeckung boten. „Innerhalb von drei Jahren haben acht landesweite Ausfälle unseren Dienst gestört“, sagt Hägglund. „Bei zwei Gelegenheiten wurden SIM-Karten versehentlich deaktiviert, als sich die Chargennummern mit denen eines anderen Kunden überschnitten.“ 

Für ein Unternehmen, dessen Geräte zum Schutz pflegebedürftiger Menschen entwickelt wurden, waren diese Vorfälle inakzeptabel. Hepro Care suchte nach einem Partner für die Netzanbindung, der Unabhängigkeit von einem einzelnen Netzbetreiber sowie die Flexibilität für eine internationale Skalierung bieten konnte. 

So funktionieren IoT-Pflegealarme

Moderne Pflegealarmsysteme bestehen aus einem tragbaren Gerät – in der Regel einem Armband – und einer stationären Rufanlage, die zu Hause installiert ist. Wenn der Träger den Alarmknopf drückt, sendet das Armband über Bluetooth, ZigBee oder anderen Funk ein Signal an die Rufanlage. Die Station nutzt dann das Mobilfunknetz, um eine professionelle Notrufzentrale zu kontaktieren, die zurückrufen, eine Videoverbindung herstellen oder Hilfe entsenden kann. Gleichzeitig können Angehörige per SMS benachrichtigt werden. Zusätzliche Sensoren wie Bewegungsmelder oder Kameras können integriert werden, um Bewegungsmuster zu überwachen und Stürze zu erkennen. 

Mehrere Betreiber, mehrere Netze: eine SIM-Karte, viele Optionen

Hepro Care wechselte zur globalen IoT-Konnektivität der Deutschen Telekom. Der Vorteil: Jede SIM-Karte wählt automatisch das stärkste verfügbare Mobilfunknetz am jeweiligen Standort aus – egal ob LTE oder 5G und unabhängig vom lokalen Betreiber. An einem Standort können sich verschiedene Geräte je nach Signalstärke mit unterschiedlichen Netzen verbinden, wodurch eine optimale Abdeckung für jedes einzelne Gerät gewährleistet ist.

Die Telekom bietet flexible Datentarife, die auf verschiedene Gerätetypen zugeschnitten sind. Rufstationen, die in erster Linie Sprachanrufe und Alarmsignale übertragen, nutzen Tarife mit geringer Bandbreite. Kamera- und Sensorlösungen, die Videos streamen oder größere Datenmengen übertragen, laufen über datenintensive Tarife. All dies wird über einen einzigen Anbieter und einen einzigen Ansprechpartner verwaltet. 

„Über die Deutsche Telekom verbinden sich unsere Geräte automatisch mit dem stärksten verfügbaren Netz. Das gibt uns die Zuverlässigkeit, auf die sich unsere Pflegebedürftigen verlassen.“

Robin Hägglund, IT-Leiter, Hepro Care

Zuverlässige Konnektivität dort, wo es darauf ankommt

Die Partnerschaft zwischen Hepro Care und der Deutschen Telekom verdeutlicht einen Grundsatz, der weit über das Gesundheitswesen hinausgeht: Wenn IoT-Geräte sicherheitskritische Funktionen erfüllen, muss die Konnektivität ausfallsicher, redundant und unabhängig von einem einzelnen Betreiber sein. Für die Menschen, die täglich auf die Alarme von Hepro Care angewiesen sind – und für ihre Familien –, ist diese Zuverlässigkeit kein technisches Detail. Sie ist die Grundlage für ihre Sicherheit zu Hause. 

Über Hepro Care

Hepro Care AB entwickelt IoT-basierte Pflegelösungen, die Pflegeanbietern helfen, sicherere und effizientere Dienstleistungen zu erbringen. Das Portfolio von Hepro umfasst Pflegepanels, persönliche Sicherheitsalarme, GPS-Geräte, Kameralösungen und digitale Überwachungssysteme, die von Kommunen und Einrichtungen für betreutes Wohnen in ganz Schweden genutzt werden. Das Unternehmen wurde vor 25 Jahren als Zafe Care gegründet und ist Teil der börsennotierten schwedischen Life-Science-Gruppe AddLife AB. Im Jahr 2026 ändert es seinen Namen in Hepro Care AB und wird zur schwedischen Einheit des norwegischen Schwesterunternehmens Hepro AS, das seit 1987 Assistenzlösungen und digitale Gesundheitstechnologie entwickelt. Hepro Care ist Teil der Hepro-Gruppe, zusammen mit Hepro in Norwegen und Hepro-Care-Standorten in Dänemark, Finnland und England. Die Hepro-Gruppe befindet sich im Besitz von AddLife AB, einem führenden Life-Science-Unternehmen auf dem europäischen Markt. 

Ähnlicher Use Case oder noch Fragen?

Einfach das Kontaktformular ausfüllen – wir melden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen.

IoT Connectivity

Ein Satellit umkreist die Erde, umgeben von rosa und blauen Datenströmen für globale IoT Connectivity

IoT Connectivity

Die richtige IoT-Konnektivität koordiniert IoT-Verbindungen plattformübergreifend, integriert Geräte und Daten via API und ermöglicht globale Kontrolle mit höchsten Sicherheitsstandards. Sie steuern Ihre IoT-Projekte flexibel, effizient und herstellerunabhängig.

Poträtfoto Kerstin Koch

Kerstin Koch

Marketing Managerin IoT

Seit 2016 ist Kerstin Teil der IoT-Reise bei der Deutschen Telekom. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Marketing- und Kulturprojekten begleitet – immer mit dem Ziel, IoT greifbar und relevant zu machen. Dabei bringt sie komplexe Themen in eine verständliche, nutzerorientierte Sprache und rückt vor allem echte Kundenerfolge in den Mittelpunkt. Im IoT-Blog stellt sie ausgewählte Use Cases und Referenzen vor und zeigt, wie Unternehmen mit IoT messbaren Mehrwert erzielen.

Neugierig? Jetzt mehr erfahren:

Intelligente Helfer: IoT-Lösungen für Fachkräfte

Sie überwachen monotone Prozessschritte, übernehmen die präventive Gerätewartung oder erhöhen als Warnsysteme die Arbeitssicherheit: IoT-Lösungen. Sind sie auch die Antwort auf den Fachkräftemangel?

Zum Artikel