LichtWART: Es werde Licht – aber bitte nachhaltig
Erfahren Sie in unserem Blogbeitrag, wie LichtWART seine Lichtwerbeanlagen dank IoT-Lösung effizient und kostengünstig wartet und repariert.
Lichtwart vernetzt Tankstellen, Autohäuser und Supermärkte mit Servicetechnikern. Die Retrofit-IoT-Lösung hilft, Verschwendung zu vermeiden und Energiekosten zu senken.
Foto: © Deutsche Funkturm | Fotograf: Norbert Ittermann
Das Wahrzeichen von Köln ist zweifelsohne der Dom. Doch zum Stadtpanorama der Rheinmetropole gehört auch ein Gebäude, das die weltbekannte Kathedrale um mehr als 100 Meter überragt: der Colonius. Wer abends durch Köln fährt, sieht den 266 Meter hohen Funkturm mit seinen drei leuchtenden Telekom-Logos schon von weitem. Seit September 2024 erstrahlen die Buchstaben mithilfe neuer energiesparender LED-Technik. Und seit Oktober 2025 werden die rund 5.000 LED-Module von einer intelligenten Serviceplattform überwacht. Die Herforder Firma Lichtwart hat die Anlage mit ihrem neuesten, von der Deutschen Telekom entwickelten Steuerungsmodul ausgestattet.
Die Lösung meldet nicht nur, wenn ein LED-Element ausfällt. Sie verfügt über ein weltweit patentiertes Brand Failure Detection System: Sollte ein Teil des Logos defekt sein und zum Beispiel aus dem „T“ plötzlich ein „I“ werden, schaltet das System automatisch den gesamten Schriftzug ab. So verhindert Lichtwart Imageschäden, bevor Passanten oder Medien den Defekt bemerken. Gleichzeitig erhält der zuständige Techniker eine Meldung mit präzisen Fehlerinformationen. Die dynamische Lichtsteuerung passt zudem die Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht an, regelt sie mit einsetzender Dunkelheit herunter und morgens wieder herauf. Das spart nachts bis zu 50 Prozent Energie.
„Mit der Lichtwart-Lösung wissen wir genau, wann unser Logo am Colonius strahlt. Die smarte Steuerung in der Dämmerung und das automatische Dimmen in der Nacht sparen nicht nur Energie, sondern sorgen auch für ein stimmiges Stadtbild. Besonders angenehm finde ich, dass das System das betroffene Logo abschaltet, sobald nur ein Netzteil ausfällt – so sind die Zeiten halbleuchtender Logos endgültig vorbei.“
Andreas Kirpal, Brand Manager Deutsche Telekom AG
Lichtwart begann 2020 als Tochterunternehmen des Mittelständlers Bertelmann, der deutschlandweit rund 2.000 Lichtwerbeanlagen konzipiert und montiert hat. So wurden etwa der Berliner Bogen in Hamburg, der Priwall-Yachthafen bei Travemünde oder das Wildparkstadion in Karlsruhe mit der smarten Lichtsteuerung ausgestattet. Doch die Gründer Johannes Mailänder und Gregor Giataganas hatten von Anfang an mehr im Sinn: eine automatisierte Serviceplattform, die Gebäude mit Technikern verbindet. Seit Juni 2024 ist die neue Hardware fertig – und Lichtwart hat sein Angebot deutlich erweitert. Die Plattform deckt jetzt vier Funktionsbereiche ab: Lichtmanagement, Condition Monitoring, Energy Monitoring und Easy Building Automation.
Erfolgreiche Beispiele aus unterschiedlichen Branchen zeigen, wie vielseitig die Plattform ist: Bei Tankstellen etwa steuert Lichtwart nicht nur die Beleuchtung von Tankfeld, Preismast und Werbeanlagen. Das System überwacht auch Leckwarnsysteme, Klimaanlagen, Kompressoren und Zapfsäulen. Bewegungsmelder sorgen dafür, dass Lampen im Zapfbereich nachts nur mit 30 Prozent Leistung leuchten und erst bei Annäherung eines Fahrzeugs auf volle Helligkeit schalten – das spart 40 bis 50 Prozent Energiekosten.
Lichtmanagement: bedarfsgerechte, effiziente Steuerung von Beleuchtung mit dynamischer Anpassung an Tageszeit und Umgebungslicht; Zonierung von Lichtbereichen und Integration von Steuerungstechnologien wie DALI, Bewegungs- und Lichtsensoren
Condition Monitoring: Zustandsüberwachung elektrischer Verbraucher wie Leckwarnsysteme, Zapfanlagen, Klimaanlagen oder Heizungen; kontinuierliche Erfassung des technischen Zustands; frühzeitige Erkennung von Abweichungen und Echtzeitkommunikation über Alarme
Energy Monitoring: Messung und Erfassung von Stromverbrauchsdaten elektrischer Verbraucher zur Analyse des Energieverbrauchs und Identifizierung von Einsparpotenzialen; für ISO DIN 50001 zertifizierte Kombination mit Energiemanagementsystemen
Easy Building Automation: automatische Steuerung und Überwachung zentraler Gebäudefunktionen; Festlegung individueller Regeln über die Lichtwart-Weboberfläche, etwa: „Wenn die Temperatur über 20 Grad steigt, Heizung ausschalten“ oder „Nachts Licht dimmen“
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„Ein gar nicht so seltenes Problem ist auch: Mitarbeitende drehen im Sommer die Klimaanlage auf 18 Grad herunter und öffnen gleichzeitig die Automatiktür für frische Luft“, sagt Lichtwart-CEO Giataganas. „Das Klimagerät läuft auf Hochtouren, der Stromverbrauch explodiert, und nach wenigen Stunden ziehen sich die Mitarbeitenden ein Jäckchen über, weil es zu kalt geworden ist.“ Lichtwart verhindert solche Szenarien mit Temperatursensoren innen und außen sowie einem Türkontakt. Das System kann die Klimaanlage automatisch abschalten, wenn die Tür geöffnet ist, oder die Temperatur intelligent regeln.
Auch bei Stromzählern zeigt sich der Mehrwert: Läuft unnötigerweise ein Kompressor die ganze Nacht durch, erkennt das System die Anomalie und sendet einen Alarm. „Eine Pächterin hat einmal von einer Nachzahlung über 12.000 Euro berichtet, weil die Heizung der Waschanlage versehentlich mehrere Monate durchlief“, sagt Giataganas. Hilfreich ist auch die Möglichkeit, Not-Aus-Schalter aus der Ferne zu quittieren. An Automatentankstellen führt ein ausgelöster Not-Aus oft zu einem halben Tag Verkaufsstopp – mit entsprechendem Verlust. Mit Lichtwart kann das Personal vor Ort oder der Techniker aus der Ferne prüfen, ob eine echte Gefahr besteht, und den Schalter gegebenenfalls remote zurücksetzen. Das verkürzt Ausfallzeiten erheblich und sichert Umsätze. „Das System von Lichtwart ermöglicht uns, unser Tankstellen-Team aus der Ferne zu unterstützen“, sagt Nico Arndt, Leiter Technik beim Tankstellenbetreiber Oktan. „Überprüfung der Tanktechnik, Neustarts sowie die Entstörung von Fehlermeldungen sind eine der häufigsten Thematiken von Stationen. Wir sparen Anfahrten und vermeiden somit ungewollten Stillstand.“
Das Herzstück der Lösung ist das neue Lichtwart-Modul. Über eine Industry-LTE-SIM ist das smarte Gerät mit der Cloud of Things verbunden, der IoT-Plattform der Telekom. Die Vernetzung über Mobilfunk bietet entscheidende Vorteile: Die Installation ist einfach und erfordert keine aufwendige Verkabelung. Sensoren und bestehende Gebäudesysteme lassen sich über Standardschnittstellen wie DALI und Modbus einbinden. Updates erfolgen over-the-air (FOTA), ohne dass ein Techniker vor Ort sein muss. Dank LTE-Konnektivität können Techniker auch aus der Ferne auf das System zugreifen, um Störungen zu beheben, Einstellungen anzupassen oder neue Funktionen zu implementieren.
Betreiber steuern und überwachen alle Standorte über eine zentrale Weboberfläche. Auf einer interaktiven Online-Karte sehen sie auf einen Blick, welche Liegenschaften in Ordnung sind und wo Anomalien vorliegen. „Wir verbinden Gebäude mit Technikern“, sagt Co-Founder Mailänder. „Von Licht bis hin zu Energy Monitoring: Wir sind Auge, Ohr und verlängerter Arm der Fachkräfte. Dank der Transparenz haben Techniker immer das passende Werkzeug und Ersatzteil dabei. Das verringert die Downtime von Geräten erheblich.“
Die Lichtwart-Lösung richtet sich an kleine bis mittelgroße Gewerbeimmobilien mit mehreren Standorten. Neben Tankstellen zählen Autohäuser, Supermärkte, Baumärkte und die Lichtwerbebranche zu den Zielgruppen. Der Fokus liegt auf Retrofit-Lösungen für Bestandsgebäude, denn die meisten Immobilien verfügen bereits über Gebäudetechnik, die sich mit Lichtwart intelligent nachrüsten lässt. Die Elektriker schließen das Modul an, danach erfolgt die Konfiguration online in wenigen Minuten – ohne tagelange Programmierung vor Ort, ohne aufwendige Schulungen. Bei Bedarf unterstützt Lichtwart bei der Erstinstallation oder übernimmt den kompletten Roll-out für Kunden mit vielen Standorten.
Ein Pluspunkt für Lichtwart bei der Internationalisierung ihrer Lösung: Das weltweite Mobilfunknetz der Telekom, das auf eigenen Netzen sowie Roamingabkommen mit mehr als 600 Partnern basiert, garantiert sichere Konnektivität in jedem Land – ohne dass in jedem Markt neue Verträge mit lokalen Providern ausgehandelt werden müssen. Lichtwart ist neben Deutschland bereits in Österreich, Dänemark und Schweden aktiv, demnächst folgt die Schweiz, in den USA laufen erste Demo-Installationen.
„Verschwendung zu bekämpfen ist unser Antrieb.“ – Gregor Giataganas, Gründer und CEO Lichtwart GmbH
In Schweden arbeitet Lichtwart mit Modulex zusammen, einem führenden skandinavischen Beschilderungsunternehmen, das von Nachhaltigkeit und Innovation geprägt ist. Modulex arbeitet mit globalen Marken, führenden Immobilieneigentümern, Architekten und Designern zusammen und legt großen Wert auf verantwortungsvolle und bewusste visuelle Kommunikation. „In Schweden sind die Themen Reduzierung von Lichtverschmutzung und CO2-Fußabdruck sehr präsent“, sagt Mailänder. Ende 2026 tritt auch in Deutschland die EU-Rechtsverordnung Licht in Kraft, die Flora, Fauna und Menschen vor Lichtimmissionen schützen soll. Die Verordnung begrenzt Beleuchtungsstärke, Lichtfarbe und Abstrahlung nach oben. „Verschwendung zu bekämpfen ist unser Antrieb“, sagt Giataganas. „Denn Nachhaltigkeit bringt auch ökonomisch Vorteile: Energiekosten einsparen, unnötige Anfahrten vermeiden, erhöhte Strom- oder Wasserverbräuche frühzeitig erkennen.“ Das bestätigt Jill-Kaja Steinbrügge, Head of Sustainability beim Tankstellenbetreiber Lother: „Wir sparen Energie und reduzieren gleichzeitig Lichtimmissionen. Quasi Nachhaltigkeit, die sich rechnet und über die wir im Rahmen von CSRD- und ESG-Reporting berichten können.“
Unsere IoT-Lösungen machen Gebäude zu smarten, nachhaltigen und komfortablen Umgebungen, die sich den Bedürfnissen ihrer Nutzer anpassen.
Seit 2016 ist Kerstin Teil der IoT-Reise bei der Deutschen Telekom. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Marketing- und Kulturprojekten begleitet – immer mit dem Ziel, IoT greifbar und relevant zu machen. Dabei bringt sie komplexe Themen in eine verständliche, nutzerorientierte Sprache und rückt vor allem echte Kundenerfolge in den Mittelpunkt. Im IoT-Blog stellt sie ausgewählte Use Cases und Referenzen vor und zeigt, wie Unternehmen mit IoT messbaren Mehrwert erzielen.
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