Netzsensorik und Ortsnetzstationen
Netzsensoren erfassen Spannung, Auslastung, Temperatur oder Betriebszustände. Wenn diese Daten häufiger übertragen und stärker in Monitoring- oder Steuerungsprozesse eingebunden werden, steigen die Anforderungen an die Verbindung. 5G RedCap kann hier relevant werden, wenn klassische Low-Power-Technologien nicht mehr ausreichen, aber Full 5G für die Datenmengen und Reaktionszeiten überdimensioniert wäre. Auch Ortsnetzstationen und Transformatoren können von einer schlankeren 5G-Anbindung profitieren, etwa für Zustandsüberwachung und vorausschauende Wartung.
Ladeinfrastruktur und Lastmanagement
Ladepunkte kommunizieren mit Backend-Systemen, Abrechnung, Energiemanagement und Lastmanagement. Für einfache Anwendungen kann LTE-M ausreichen. Wird Ladeinfrastruktur jedoch stärker in dynamische Steuerungsprozesse eingebunden, etwa zur Lastverteilung oder zur Integration lokaler Energiequellen, können geringere Latenz und häufigere Statusmeldungen wichtiger werden. Genau dort kann 5G RedCap eine passende Zwischenstufe sein: leistungsfähiger als klassische IoT-Konnektivität, aber schlanker als volles 5G.
Dezentrale Energieanlagen
PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Energiemanagementsysteme werden zunehmend Teil eines vernetzten Energiesystems. Sie müssen überwacht, gesteuert und in Betriebsprozesse integriert werden. Besonders interessant wird 5G RedCap, wenn Kommunikationsrouter mehrere Komponenten bündeln und regelmäßig Daten an Backend-Systeme übertragen. Für solche mittelkomplexen Anwendungen kann RedCap eine langfristige 5G-Perspektive schaffen, ohne dass jede Anlage mit voller 5G-Hardware ausgestattet werden muss.