In 10 Schritten zum erfolgreichen IoT-Projekt

14.07.2020 by Daniel Kunz
Mann läuft eine Treppe neben einer Wand mit magenta Hexagonen hoch

60 Prozent aller IoT-Projekte scheitern bereits beim Proof of Concept. Mit diesen zehn Schritten starten Sie erfolgreich ins Internet of Things.

Das Internet of Things (IoT) wird immer beliebter beim deutschen Mittelstand. Dennoch haben viele Unternehmen bei dieser digitalen Transformation noch Probleme. Eine Internet-Recherche der Telekom, in der Quellen von Cisco und Ovum ausgewertet wurden, bringt es auf den Punkt: 60 Prozent aller IoT-Projekte scheitern schon beim Proof of Concept. Lediglich 18 Prozent aller Unternehmen, die das Internet of Things einsetzen wollen, schaffen dies auch erfolgreich. Die Gründe liegen sowohl in der Komplexität von IoT-Lösungen, die oftmals unterschätzt wird, wie auch in der Passgenauigkeit in die Unternehmens-Prozesse und -IT. Denn eine Standardlösung gibt es nicht. IoT-Projekte sind so vielfältig wie die Geschäftsmodelle, für die sie entwickelt werden. Doch lassen Sie sich davon nicht entmutigen: In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr IoT-Projekt schrittweise erfolgreich umsetzen.

1. Definieren Sie die Herausforderung, die Sie mit einer Digitalisierungsstrategie bewältigen möchten

Die Gründe, um mit einem IoT-Projekt zu starten, sind vielfältig: Kosten reduzieren, neue Servicemodelle anbieten oder die eigene digitale Transformation antreiben sind nur wenige Beispiele. Doch versuchen Sie nicht, alle Herausforderungen auf einmal zu lösen. Gerade Unternehmen, die noch keine Erfahrungen mit dem Internet of Things haben, fällt es schwer, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Hier ist es sinnvoll, bereits in der frühen Entwicklung mit einem zuverlässigen Partner zusammenzuarbeiten. Bei der Auswahl sind vor allem die praktischen Erfahrungen im Bereich IoT von Bedeutung. Denn erfahrene Partner wie zum Beispiel die Telekom haben einen Überblick über verschiedene Szenarien und wissen, wie sie mit einer breiten Produktpalette unterschiedliche Herausforderungen individuell lösen können.

2. Bestimmen Sie ein Anwendungsszenario für Ihr IoT-Projekt

Sobald Sie eine Herausforderung festgelegt haben, sollten Sie im Anschluss das passende Anwendungsszenario genau beschreiben. Szenarien, um Maschinen und Dinge zu vernetzen, finden Sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens – von der externen Logistik über die Produktion bis hin zu Marketing und Kundenservice. Konzentrieren Sie sich auf einen Use Case und definieren Sie ein klares Ziel. Denn IoT-Lösungen sind komplex und müssen in die Gesamtstrategie eines Unternehmens integriert werden. Vergessen Sie in diesem Prozess auch nicht Ihre eigenen Kunden und deren Kunden.

3. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit auf den Weg in die Digitalisierung

Wenn neue Technologien eingeführt werden ist es wichtig, auch die Mitarbeiter aktiv in diesen Prozess einzubeziehen. Erst wenn sie verstehen, warum diese Technologie notwendig ist und sie bei ihrer Arbeit unterstützt, kann die digitale Transformation gelingen. Ziel ist es, dass Ihre Mitarbeiter die neue Technologie akzeptieren, sie als Teil ihres Arbeitsalltags annehmen und die Vorteile auch vor Kunden vertreten. Bestenfalls sollte geschultes Führungspersonal die Mitarbeiter an das neue Projekt heranführen.

4. Formen Sie ein Team, das sich nur mit diesem Projekt beschäftigt

Qualifiziertes Personal ist ein weiterer wichtiger Baustein, damit Ihr IoT-Projekt gelingt. Laut der Studie „Das Internet der Dinge im deutschen Mittelstand 2019: Bedeutung, Anwendungsfelder und Stand der Umsetzung“ des Marktforschungsinstitutes PAC im Auftrag der Deutschen Telekom sind viele Unternehmen beim Einsatz von IoT noch zurückhaltend. Ein Grund: Die eigenen Mitarbeiter verfügen nicht über die erforderlichen Fähigkeiten. Daher ist auch die Motivation für die Umsetzung von IoT-Projekten niedrig. Wie aus den bisherigen Punkten bereits hervorgegangen ist, sind IoT-Projekte komplex. Daher wählen Sie Mitarbeiter aus, die nur an diesem Projekt arbeiten. Bestenfalls verfügen diese bereits über Kenntnisse im Bereich Vernetzung. Andernfalls lohnt es sich, Schulungen anzubieten. Dieser erste große Aufwand wird sich langfristig lohnen, wenn Sie das Projekt skalieren und weitere IoT-Lösungen einführen.

5. Überlegen Sie, wie Sie die IoT-Lösung auch langfristig in die Ökosysteme Ihres Unternehmens einbinden können

Damit sich der Aufwand, den Sie in ihr erstes IoT-Projekt stecken, nachhaltig ist, sollten Sie bereits zu Beginn überlegen, wie Sie diese IoT-Lösung auch langfristig für Ihr Unternehmen nutzen können. Achten Sie auch darauf, dass Software und IoT-Geräte auch für Folgeprojekte funktionieren – zum Beispiel bei der Auswahl der passenden IoT-Plattform.

Illustration zu den 10 Schritten für ein erfolgreiches IoT-Projekt


 

6. Wählen Sie die richtige Plattform für Ihr IoT-Projekt und führen Sie Tests durch

Die Wahl der richtigen Plattform ist – gerade im Hinblick auf weitere Entwicklungen – sehr wichtig. Um Schwachstellen zu vermeiden, sollten Sie gleich beim ersten Einsatz von IoT eine Basis schaffen, auf der sie zukünftige IoT-Projekte aufbauen können. Für diese komplexe und zukunftsfähige Software eignen sich Cloud-basierte IoT-Plattformen wie die Cloud of Things der Telekom. Diese ist in drei verschiedenen Varianten verfügbar und lässt sich so an individuelle Anforderungen anpassen. Ob die jeweilige Plattform zu ihrem Unternehmen passt, finden Sie mit ersten Tests heraus. So können sich auch Ihre Mitarbeiter mit der neuen Plattform vertraut machen und wissen, wie sie weitere Projekte implementieren können.

7. Definieren Sie, welche Daten Sie an welcher Position der Wertschöpfungskette auswerten möchten

Um über die IoT-Plattform eindeutige Ergebnisse zu erzielen, benötigen Sie die passenden Daten. Wenn Sie beispielsweise als Herausforderung definiert haben, dass Sie Kosten entlang Ihrer Supply Chain verringern wollen, müssen Sie definieren, wo das genau passieren soll. Beispielsweise zeigen Ihnen die Daten, die vernetzte Geräte wie der Low Cost Tracker sammeln, ob die Routen Ihrer Lieferfahrzeuge effizient genug sind oder unterstützen dabei, dass Lageristen Waren schneller lokalisieren können. Ein erfahrener Partner kann Ihnen Tipps geben, wie Sie mit dieser Technologie am effektivsten Kosten sparen können.

8. Finden Sie die passende Datenübertragung

Die Konnektivität ist die Grundlage für ein erfolgreiches IoT-Projekt, denn im Internet der Dinge ist alles miteinander vernetzt. Doch nicht jede Technologie ist für jede Lösung geeignet. Daher sollten Sie möglichst früh wissen, welchen Übertragungsstandard Sie für ihre IoT-Geräte benötigen. Grundsätzlich unterscheiden sich die einzelnen Technologien in ihren Reichweiten und der Lokalisierung. Wer sichergehen möchte, dass IoT-Lösung und Konnektivität zusammenpassen, kann auf „All-in-One“-Lösungen setzen. Mit Business Smart Connect liefert die Telekom beispielsweise verschiedene All-Inclusive-Tarife mit Konnektivität für das komplette Mobilfunknetz und bedient 2G, LTE sowie NarrowBand IoT (NB-IoT) – ein Funkstandard speziell für IoT-Anwendungen.

9. Berücksichtigen Sie bereits in der Entwicklungsphase die Sicherheitsanforderungen an Soft- und Hardware

Auch bei IoT-Lösungen kommt es regelmäßig zu Cyberangriffen. Daher ist es – genau wie bei der Wahl der richtigen Plattform – wichtig, bei der Sicherheit gleich zu Beginn Standards zu definieren und umzusetzen, die auch folgende Projekte vor Risiken schützen. Denn je mehr autark arbeitende IoT-Geräte Sie einsetzen, desto größer ist die Gefahr für Schwachstellen. Im Nachhinein für Sicherheit zu sorgen, kostet Sie Zeit und Geld.

10. Beobachten Sie den Roll-out genau und seien Sie immer für Optimierungen bereit

Sie haben bis hierhin alle Punkte beachtet und ihr IoT-Projekt steht kurz vor dem Start? Dann beginnen Sie mit dem Roll-out und stellen Sie sich dabei diese Fragen: Läuft das Projekt so, wie ich es mir vorgestellt habe? Sind dabei alle internen Prozesse vernetzt und funktionieren so, wie ich es mir wünsche? Erziele ich durch das Projekt Mehrwerte für mein Unternehmen oder meine Kunden? Wenn Sie alle Fragen mit „ja“ beantworten können, haben Sie ihr erstes IoT-Projekt erfolgreich eingeführt und können es nun skalieren, die digitale Transformation ausbauen und sich so erfolgreich auf dem Markt platzieren.


 

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Daniel Kunz
Daniel Kunz

Expert Digital Marketing

Digitalisierung und das Internet of Things gehören zu den Lieblingsthemen von Daniel Kunz. Er ist seit 2017 bei der Deutschen Telekom und schreibt regelmäßig über Technologie-Trends und viele spannende Themen vor allem für den Handel und die Logistik-Branche.